Patient
29-jährige Frau, G2P1001, 28+5 Schwangerschaftswochen
Geburtshilfliche Zusammenfassung
G2P1001, errechneter Termin 27. Juli 2026. Datierung durch letzte Menstruation und Ultraschall im 1. Trimenon übereinstimmend; Schwangerschaftsvorsorge ab 8 Wochen. Schwangerschaft bisher unkompliziert.
Aktuelle Schwangerschaft: 28+5
Letzte Menstruation: 20. Oktober 2025. Datierungsultraschall bei 11+3 bestätigte den errechneten Termin.
Bisherige Vorsorgeuntersuchungen bei 12 Wochen (Screening im 1. Trimenon), 16 Wochen (Screening im 2. Trimenon), 20 Wochen (Organscreening), 24 Wochen (Glukosebelastung) und heute bei 28+5 Wochen (Routinekontrolle).
Subjektive Angaben
Regelmäßige Kindsbewegungen, keine Blutung, kein Fruchtwasserabgang oder Wehen. Leichte Rückenschmerzen, Beckendruck und abendliche Ödeme. Keine Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Oberbauchschmerzen.
Vitalzeichen
RR 118/72, Gewicht 70,8 kg, HF 76. Urin negativ auf Protein, Glukose, Leukozyten und Nitrit.
Fundushöhe
28 cm, passend zum Gestationsalter, etwa 50. Perzentile. Fetus longitudinal, Schädellage nach Leopold.
Fetale Herzfrequenz
145/min, regelmäßig bei Doppler-Auskultation.
Screeningergebnisse
Glukosebelastung (24 Wochen): 118 mg/dL (BESTANDEN, Grenzwert <140)
Organscreening (20 Wochen): Unauffällige Anatomie. Plazenta: vorderwandständig, 1.6 cm vom inneren Muttermund entfernt — tief sitzende Plazenta, keine Placenta praevia; Plazentarand bei 32 Wochen erneut beurteilen. Fruchtwasser: ausreichend (AFI 12 cm). Geschätztes fetales Gewicht: 50. Perzentile.
Sequentielles Screening (12 + 16 Wochen): niedriges Risiko für Trisomie 21 und 18; MSAFP mit niedrigem Risiko für Neuralrohrdefekte.
HIV, Hepatitis B, Syphilis, Röteln: alle nicht reaktiv/immun, soweit zutreffend.
Blutgruppe: A positiv, Antikörpersuchtest negativ.
Plan
- Routinevorsorge fortsetzen — nächster Termin bei 32 Wochen geplant
- Transvaginaler Ultraschall bei 32 Wochen zur erneuten Beurteilung des Plazentarands; vaginale Blutungen umgehend melden
- Tdap-Impfung: heute verabreichen (Zeitfenster 27-36 Wochen) — Haushaltsangehörige über Kokonstrategie informieren
- Rhogam: nicht indiziert (Rh-positiv)
- Anzeichen für vorzeitige Wehen und Warnsymptome besprechen (starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, epigastrische Schmerzen, plötzliche Schwellungen)
- Hinweise zur Zählung der Kindsbewegungen erneut besprochen — bei <10 Bewegungen in 2 Stunden melden
- Geburtsplan beim nächsten Termin besprechen — Geburtswünsche, Erwägung einer PDA und Entscheidung zur Nabelschnurblut-Einlagerung prüfen